Referenzprojekt

 

Solarpotential in der Gemeinde Ratekau


Hintergrund

Im Rahmen der freiwilligen Mitgliedschaft im Klima-Bündnis der europäischen Städte und Gemeinden erstellt die Gemeinde Ratekau in regelmäßigen Zeitabständen Berichte zur erzielten CO2 –  Reduzierung. Ziel ist es, den CO2 – Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis spätestens 2030 erreicht werden.
Um möglichst viele und umfassende Informationen über das Potential für die Installation von Solaranlagen im Gemeindegebiet zusammenzustellen, wurde auch die Ermittlung der baulichen Eignung von Dächern herangezogen. Die Eignung berechnet sich u. a. aus verfügbarer freier Fläche, Ausrichtung bzw. Neigung des Daches sowie einer möglichen Verschattung (durch z. B. andere Bauten oder Bäume). Die BürgerInnen der Gemeinde wirken an der Vervollständigung der Daten mit.


Umsetzung

Begonnen wurde mit der Ortschaft Ratekau. Mit dem GIS-Werkzeug „Verschneidung“ entstand aus ALK-Daten und Luftbildern (aus Mai 2006) die ESRI-shape-Datei „Solar_Potential_Ratekau“. Nach Auswertung der Daten und einem Abgleich vor Ort ergaben sich folgende „Attribute“ für die Dachflächen, die in der oberen Abbildung farbig dargestellt sind:

  • Photovoltaik vorhanden (dunkelblau)
  • Solarthermie vorhanden (blau)
  • geeignet (gelb)
  • bedingt geeignet (orange)
  • ungeeignet (rot)


Keine Berücksichtigung fanden bislang die Kriterien:

  • Tragfähigkeit des Daches
  • Stadtplanung (z. B. historische Gebäude)
  • Strom-Netzstruktur in der Gemeinde


Nachdem die Daten im GIS erfasst worden sind, erfolgt die Weiterverarbeitung:
Gemeindemitglieder sollen Detailangaben zu ihrer Solaranlage per Knopfdruck aus dem Informationssystem „Web-City“ direkt an das Umweltamt der Gemeinde senden können. Zu diesem Zweck wurde ein Formular entwickelt, das sich nach einem Mausklick auf das ausgewählte Dach und dem dann erscheinenden Link öffnet.
Das Formular dient zur Eingabe der Größe der Anlage und deren Nennleistung.
Im Umweltamt fließen die eingehenden Daten in eine Berechnung ein, woraus sich die CO2 - Einsparung in Kilogramm/Jahr ergibt.
Zu erreichen ist das Bürger-Informationssystem über das Internet-Portal der Gemeinde.


Ausblick

Das Projekt findet seine Fortsetzung, indem auch die übrigen Ortschaften der Gemeinde in das System integriert werden. Gewünscht sind Analysen, wie z. B. die Ermittlung der Anzahl der Anlagen in bestimmten Gebieten.

 

Danksagung

Wir danken den am Projekt Beteiligten und Partnern für die angenehme Zusammenarbeit und die Freigabe des Projektes zur auszugsweisen Veröffentlichung.

 

Download Solarpotential-Flyer